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Original oder Nachahmung?
Covers oder Originale? Coversongs... das neue Phänomen unter finnischen Bands? Ob Matthau Mikojan, Renoise, Snowhite oder auch Phoenix Effect - es scheint ein neuer Trend zu sein nicht mehr die eigenen Stücke live zu präsentieren, sondern das Repertoire von Rockgrössen wie Billy Idol oder Alice Cooper (um nur einige zu nennen) hemmunglos zu durchstöbern. Selbst vor armen, mehr oder minder unschuldigen Mädchensongs wie "Hot'n Cold" von Katy Perry oder "Bimbo" von Lambretta wird nicht halt gemacht. Ich meine, nichts gegen gut dargebotene Cover von seinen Lieblingsbands, aber manchmal kommt da schon die Frage auf: Gehen den finnischen Künstlern die Ideen aus? Haben sie ihre Inspiration und Kreativität ausgeschöpft? Wer hat schon etwas gegen internationale Hits, Klassiker regen ja immer gern zum Schunkeln an, aber wenn diese die Performance der Künstler dominieren, ist es doch sehr fraglich, ob jene nicht neuerdings einfach nur zu faul zum Schreiben von neuem Material sind. Oder aber, um noch eine andere Seite in Betracht zu ziehen: Können die Interpreten ihre eigenen Songs einfach nicht mehr hören? Es lässt die Vermutung aufkommen sie hätten den ein oder anderen Song zu oft geprobt und könnten ihn selbst nicht mehr ertragen. Irgendwie ist es schon schade, dass die eigenen Songs zwischen den Covern untergehen. Um ein Beispiel zu benennen, nehmen wir doch mal Matthau Mikojan. Seit Monaten spielt er einen Gig nach dem anderen unter der Vorankündigung "Matthau's Acoustic Sauna - Covers and Originals". Fragt sich nur, wo denn die Originale geblieben sind, denn 90 % der gespielten Songs entsprangen nicht seiner eigenen Feder. Nur ein oder zwei Originale haben sich auf die Setlist verirrt Und dies ist nur ein Exempel für die unaufhaltsame Ausbeutung der weltweit bekannten Grössen und deren mehr oder weniger gelungene Verschandlung ihrer Stücke. Denn eins ist gewiss, selten übertrifft eine Neu-Interpretation eines Songs das Original - wenn man es sehr kritisch betrachtet. Eine Musik-"Legende" zu covern, beinhaltet sicher auch ein gewisses Risiko. Keine Band möchte Kritiken bekommen nach dem Motto: "Die haben den Song kaputt gemacht" Berufsrisiko? Gott sei Dank gibt es ja auch gut umgesetzte Cover um die Qualität von Mister Mikojan nicht herunterzusetzen. Aber ehrlich? Jungs und Mädels! Wir wollen euch hören. Was bringt es euch, wenn eure Songs, vor allem wenn ihr noch in der Entwicklungsphase seid, zwischen den Coversongs und deren Qualität untergehen? Das ist keine böse Anmassung, aber man muss sich schon vor Augen halten, dass diese Songs mit Gold prämiert sind, was man von kleineren Bands nicht behaupten kann. Zeigt wer ihr seid und setzt euch mit eurem eigenen Material in Szene. Wenn ich Guns'n Roses will, lege ich deren Platte auf. Also hingesetzt und neues Material geschrieben oder Altes verbessert. Damit die Originale wieder an 1. Stelle stehen. (c) PinkBambi |
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Private Line
![]() ![]() ©Jari Kaariainen ...endlich in Arbeit. Wenn man den Facebook-Verkündungen von Sänger Sammy Aaltonen Glauben schenken kann, schinden sich die 5 Jungs von Private Line momentan 7 Tage die Woche im Studio zu Tode. Erst im letzten Interview im März wurde auf unsere Nachfrage nach einer neuen Platte grosse Töne gespuckt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Private Liner laut eigener Aussage bereits 6 Monate im Studio, aber einfach noch nicht zufrieden mit dem Material. Allerdings hiess es da auch, dass es vielleicht schon nach dem Sommer erscheinen solle. "Oder aber auch nie!", witzelten Sammy und Drummer Eliaz herum. Bei dem Zeitrahmen und den Bemühungen sollte die neue Scheibe aber auch ein echter Anwärter auf den Grammy oder zumindest auf einen MTV-Award werden. Wirklich kein Leistungsdruck zu sehen oder? ![]() ©Jari Kaariainen Eine Auszeichnung haben in jedem Fall die hartgesottenen Private Line Fans verdient, die mit viel Geduld auf die Veröffentlichung warten, ist vielleicht der ein oder andere die mittlerweile sicher überhörten letzten Scheiben satt und in stetig freudiger Erwartung des Durchbruchs aus dem Studio. Auf unseren Kommentar, dass andere Bands ja in regelmässigen Abständen CD's veröffentlichen würden, meinen die Jungs ganz frech, dass deren Arbeit ja auch Scheisse wäre. "Sie nehmen sich einfach nicht genug Zeit, wir wollen es besser machen." Wenn das trotz allem nach einer Beschwerde klingt, hat man richtig vermutet. Deshalb plädiere ich für die sofortige Schliessung und Einbuchtung der Private Liner im Helsinkianischen Studio und der Drohung "Wir schliessen erst wieder auf, wenn uns die frisch gepresste Scheibe unter dem Türspalt durchgeschoben wird! Ha!" So dauert es sicher keine 3 Jahre mehr bis zur nächsten Albumveröffentlichung. ![]() Denn wer nicht hören will, muss ja bekanntlich fühlen. (c) PinkBambi |
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